„Devon Petersen hat das alles möglich gemacht“ – Südafrikanischer Darts-Pionier Simon Adams lobt den Mann hinter der afrikanischen Darts-Revolution

PDC
Montag, 29 Juni 2026 um 18:00
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In der internationalen Dartswelt ist der Name Simon Adams vielleicht nicht jedem Fan geläufig, doch in Afrika gilt der Südafrikaner seit vielen Jahren als einer der großen Pioniere des Sports. Der 58-jährige Dartspieler setzt sich seit Jahrzehnten für die Entwicklung des Darts auf dem Kontinent ein und blickt zuversichtlich in die Zukunft.
Bang On Target sprach ausführlich mit Adams, der inzwischen seit über vier Jahrzehnten im Darts aktiv ist. „Im November werde ich 59 Jahre alt. Ich bin in East London in Südafrika geboren und aufgewachsen und lebe heute in Gqeberha, dem neuen Namen von Port Elizabeth.“
Neben seiner Leidenschaft für Darts führt Adams ein ausgefülltes Familien- und Berufsleben. Seit 33 Jahren ist er mit seiner Frau Ellen verheiratet, gemeinsam haben sie zwei Söhne. „Unser ältester Sohn, Tertian, ist 32 Jahre alt, arbeitet als Lehrer und lebt mit seiner Frau Katie in London. Unser jüngster Sohn, Shaquille, ist 26, hat ein Studium abgeschlossen und spielt leidenschaftlich Rugby.“
Beruflich ist Adams zudem Sales Manager bei einem Molkereiunternehmen, doch innerhalb der afrikanischen Dartswelt ist er vor allem als Spieler, Mentor und Botschafter des Sports bekannt.
Auffällig ist Adams’ Spitzname. Inzwischen ist er als „The Saint“ bekannt, doch das war nicht immer so. „Bevor ich mich für die PDC-WM qualifizierte, lautete mein Spitzname ‚Awesome Adams‘. Als ich mich dann qualifiziert hatte, fanden Devon Petersen und sein Marketingteam, dass sich ‚Awesome‘ nicht wirklich vermarkten ließ. Daher änderten sie meinen Spitznamen in The Saint – wegen meines Charakters, meiner Führungsqualitäten und meiner ehrenamtlichen Arbeit zur Förderung des Darts, insbesondere bei Jugendlichen.“
Diese gesellschaftliche Rolle erfüllt Adams weiterhin mit großer Leidenschaft und sie bildet inzwischen vielleicht sogar einen wichtigeren Teil seines Vermächtnisses als seine Leistungen am Oche.

Mit elf Jahren schon bei den Erwachsenen

Seine Liebe zum Darts entstand bereits in sehr jungen Jahren. „Ich begann 1979 mit dem Darts, da war ich erst elf Jahre alt. Mein Vater spielte ebenfalls Darts und sein Team trainierte regelmäßig bei uns zu Hause. Eines Abends holte er Getränke, und ich durfte ein paar Pfeile gegen seine Teamkollegen werfen. Ich schlug sie alle. In der Woche darauf stand ich selbst im Team.“
Seitdem ist Adams dem Sport treu geblieben. Dennoch entschied er sich nie, nach England zu ziehen, um seine Dartkarriere weiter auszubauen.
Simon Adams in Aktion.
Adams gab im Dezember 2023 sein Debüt bei der PDC-WM.
„Nein. Ich war nur zweimal im Vereinigten Königreich. Während dieser Besuche spielte ich zweimal bei den MODUS Super Series, einmal bei der World Seniors Darts Series und einmal bei der PDC-WM. Natürlich war ich 2023 auch zur Hochzeit meines Sohnes Tertian dort.“
Sein Auftritt bei der WM, bei der er in der ersten Runde gegen Ricky Evans verlor, zählt noch immer zu den absoluten Höhepunkten seiner Laufbahn. Eine erneute WM-Teilnahme wird es in diesem Jahr jedoch nicht geben. Adams steht nämlich vor einer Hüftoperation.
„In diesem Jahr nicht. Ich bekomme eine neue Hüfte, aber wenn Gott will, bin ich danach wieder vollständig zurück. Das Spielen auf der Bühne der MODUS Super Series und bei der WM sind ohne Zweifel die Höhepunkte meiner Karriere.“

Wachstum des afrikanischen Darts dank Devon Petersen

Durch seine lange Laufbahn hat Adams die Entwicklung des Darts in Afrika aus nächster Nähe miterlebt. Seiner Ansicht nach ist das Niveau in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, auch wenn noch viel Raum für weiteres Wachstum bleibt.
„Das Niveau ist gut, aber wir gehören noch nicht zur absoluten Weltspitze. Das Wachstum verdanken wir vor allem unserem Entwicklungsprogramm sowie den Turnieren und Qualifikationen, die Devon Petersen nach Südafrika und in den Rest Afrikas gebracht hat.“
Einen enormen Impuls erhielt die afrikanische Dartslandschaft kürzlich, als die PDC ankündigte, dass künftig zwei afrikanische Spieler am Weltmeisterschaftsturnier teilnehmen dürfen.
„Das war die beste Nachricht, die Afrika bekommen konnte, und sie ist ganz der Vision von Devon zu verdanken. Afrika verfügt über immens viel Talent. Wenn wir weiterhin solche Chancen erhalten, können wir nur weiter wachsen.“
Obwohl Adams sich vorerst vollständig von seiner Operation erholen möchte, blickt er bereits nach vorn. „Ich will so schnell wie möglich wieder Matches spielen, sobald meine Hüfte vollständig verheilt ist. Außerdem möchte ich vor allem weiterhin junge Spieler begleiten und ihnen bei ihrer Entwicklung helfen, damit der Sport in Afrika weiter wächst.“
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