Tom Sykes war die große Überraschung der
Slovak Darts Open 2026 – darin waren sich auch
Gabriel Clemens,
Robert Marijanovic und
Marcel Althaus in der neuesten Folge des Podcasts
„Darts auf die 1“ einig. Während Wessel Nijman den Turniersieg feierte, sorgte der Engländer mit seinem Halbfinaleinzug bei seinem allerersten European-Tour-Auftritt für die Geschichte des Wochenendes. Besonders Robert Marijanovic traut dem 33-Jährigen künftig sogar den Sprung in die Top-32 der Weltrangliste zu.
Sykes hatte bei seinem Debüt auf der European Tour direkt ein Ausrufezeichen gesetzt. Nach Siegen über Niko Springer (6:2), Martin Schindler (6:5), Cameron Menzies (6:4) und Jermaine Wattimena (6:2) erreichte der Engländer auf Anhieb die Vorschlussrunde. Dort endete seine beeindruckende Turnierreise mit einer 2:7-Niederlage gegen Rob Cross.
Clemens und Marijanovic beeindruckt von Sykes' Debüt
Für Gabriel Clemens schrieb Sykes die Geschichte des Wochenendes: „Die Überraschung in der Slowakei natürlich Tom Sykes. Debüt gegeben, brutal gespielt. Leider auch die beiden Deutschen aus dem Turnier geworfen.“
Tom Sykes spielte sich bei seinem European-Tour-Debüt bis ins Halbfinale – für Robert Marijanovic ein künftiger Kandidat für die Top-32 der Weltrangliste.
Auch Robert Marijanovic zeigte sich von den Leistungen des Engländers beeindruckt. Der ehemalige Tourcard-Inhaber erinnerte daran, dass Sykes bereits in den vergangenen Jahren in der MODUS Super Series auf sich aufmerksam gemacht hatte.
„Tom Sykes hat ja ein, zwei Jahre die MODUS Super Series gespielt, da hat er ja auch immer gut gespielt. Ich finde: Ein relativ unauffälliger Typ, aber extrem hoher Wiedererkennungswert – klar durch die Haarfarbe. Auch vom Typ her, klein und schmal.“
Vor allem die Entwicklung des Engländers stimmt Marijanovic optimistisch.
„Wenn er jetzt so weiterspielt – und die Entwicklung ist ja noch nicht zu Ende bei ihm, das geht ja immer weiter, der wird ja immer besser – dann wird er vielleicht kein Wessel Nijman, aber dann sehe ich ihn in ein bis zwei Jahren in den Top-32. Er hat echt nur gut gespielt.“
„Das hat mich beeindruckt“
Gabriel Clemens wollte diese Prognose jedoch noch nicht uneingeschränkt mitgehen. „Ja gut, nach einem Turnier schon von den Top-32 zu reden, das weiß ich jetzt nicht...“ Marijanovic verwies jedoch darauf, dass ihn nicht nur die Ergebnisse, sondern vor allem die Art und Weise des Auftritts beeindruckt habe.
„Aber Gaga, jetzt mal im Ernst: Du gibst dein Debüt auf der European Tour, kommst bis ins Halbfinale und spielst dabei auch noch echt gut. Das ist schon etwas Besonderes, das ist schon eine Gabe, wie ich finde. Die meisten sind ja nervös, neues Turnier, neues Format, du bist noch nicht ganz bewandert mit all dem. Und er spielt einfach sein Niveau runter. Also das hat mich beeindruckt.“
Auch Clemens hob die Leistung des Engländers noch einmal ausdrücklich hervor, schränkte allerdings ein, dass nicht jede Partie auf höchstem Niveau gewesen sei.
„Er hat wirklich ein fantastisches Turnier gespielt. Wobei man auch sagen muss, das Viertelfinale war glaube ich nicht ganz so gut, nicht so hochklassig. Aber ansonsten war es schon richtig gut, was er gespielt hat, hat auch die Nerven bewahrt – gerade auch gegen Martin.“
Marijanovic wagt eine mutige Prognose
Für Sykes ist der Halbfinaleinzug ein weiterer Meilenstein in einem ohnehin starken ersten Jahr als PDC-Profi. Der Engländer hatte sich zu Beginn der Saison erstmals eine Tour Card gesichert und steht nach den ersten sechs Monaten bereits bei 41.750 Pfund Preisgeld in der PDC Order of Merit. Damit belegt er aktuell Rang 82 der Weltrangliste.
Marijanovic geht sogar davon aus, dass Sykes diese Bilanz bis zum Ende des Jahres mehr als verdoppeln wird.
„Ich gebe mal die Prognose ab, dass er am Ende des Jahres, also nach der WM, einen sechsstelligen Betrag in der Order of Merit hat, also über 100.000 Pfund. Was aber eventuell immer noch nicht reichen würde für eine Top-64-Platzierung. Das ist im ersten Jahr noch kein Problem, aber schon krass, dass 100.000 wahrscheinlich nach der nächsten WM nicht mehr reichen, um deine Tour Card zu halten. Also du hast ein Ärztegehalt und schaffst es nicht weiter in deinem Job zu arbeiten.“