„Ich will die belgischen Fans wieder jubeln lassen“ – Dave Chisnall vor Titelverteidigung bei der Flanders Darts Trophy
PDC
Dave Chisnall geht an diesem Wochenende als Titelverteidiger bei der Flanders Darts Trophy an den Start. Der 44-jährige Engländer blickt bislang auf ein eher durchwachsenes Jahr zurück, hat aber klare Ziele: In Antwerpen möchte er seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen und seiner Saison neuen Schwung verleihen. Im Finale 2024 setzte sich „Chizzy“ mit 8:6 gegen Ricardo Pietreczko durch. In dieser Saison wartet er jedoch noch immer auf seinen ersten Ranglisten-Titel, weshalb der Auftritt in Belgien für ihn von großer Bedeutung ist.
Warten auf den Rhythmus
Nach einer kurzen Pause im PDC-Kalender bereitet sich Chisnall nun auf eine intensive Phase vor. Pro Tour und European Tour stehen im Herbst geballt auf dem Programm. „Es fühlt sich ein bisschen so an, als ob alle – Spieler, Fans und ich – den Sommer endlich abschließen wollen, um wieder in den gewohnten Rhythmus zu kommen“, erklärt Chisnall. „Die PDC war zuletzt in Australien und Neuseeland unterwegs, das ist natürlich schön für die Jungs, die dorthin reisen, aber für uns Europäer bedeutet es eine ruhigere Zeit. Ich habe trainiert, war viel zu Hause – aber jetzt freue ich mich wieder auf die großen Turniere.“
Den Sommer mit der Familie zu verbringen, sieht er nicht als Nachteil, im Gegenteil. „Es gibt nur so viel, womit man die Kinder in den Ferien beschäftigen kann“, scherzt er. „Insgeheim bin ich froh, dass meine Älteste bald wieder zur Schule geht. Dann habe ich auch wieder mehr Zeit, mich ganz auf mein Spiel zu konzentrieren. Ich will meine Leistung Schritt für Schritt steigern.“
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Zurück auf die Tour
Chisnall weiß, dass er die Pro Tour nutzen muss, um Ranglistenpunkte zu sammeln und seine Formkurve zu stabilisieren. „Ich habe in diesem Jahr ein paar gute Turniere gespielt, die mir Selbstvertrauen gegeben haben. Jetzt geht es darum, diese Linie zu halten und weiter auszubauen“, betont er. Besonders die belgischen Fans haben für ihn eine Bedeutung. „Sie sind großartig. Das Publikum dort war schon immer fantastisch, und ich spüre ihre Unterstützung. Letztes Jahr habe ich hier ein starkes Turnier gespielt, und es wäre etwas Besonderes, das wiederholen zu können.“

Dave Chisnall gewann die Flanders Darts Trophy 2024
Realistische Analyse
Doch bei allem Optimismus bleibt der Engländer auch selbstkritisch. „Ich habe gezeigt, dass mein Spiel grundsätzlich immer noch da ist – sowohl auf der Pro Tour als auch auf der Euro Tour. Aber die Ergebnisse waren einfach nicht gut genug“, gibt er zu. „Mein Scoring stimmt häufig, aber die Doppel müssen einfach besser werden. Wenn das klappt, habe ich keine Ausreden mehr.“
Seine erste Saisonhälfte vergleicht er scherzhaft mit den Leistungen vieler Schüler bei Prüfungen. „Wenn man mein Dartjahr bisher benotet hätte, wäre ich wohl durchgefallen“, sagt er mit einem Lächeln. „Aber das Schöne am Sport ist: man bekommt immer eine zweite Chance. Ich weiß, dass mein Spiel stimmt. Jetzt muss ich zuversichtlich bleiben und hart arbeiten. Ich glaube fest daran, dass es noch besser wird.“
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Fan-Fragen: Walk-ons, Scherzkekse und große Momente
Neben sportlichen Analysen stellte sich Chisnall auch den Fragen seiner Fans. Auf die Frage, wer der größte Scherzkeks auf der Tour sei, antwortete er gelassen: „Vielleicht bin ich inzwischen ein bisschen zu alt dafür. Manche junge Spieler sind noch verrückter drauf, aber im Großen und Ganzen geht es heute ruhiger zu.“
Eindeutiger war seine Antwort beim Thema Walk-on-Songs. „Ich liebe den von Nathan Aspinall. Der bringt die Halle immer in Bewegung und passt perfekt zu ihm. Manchmal wird meiner Meinung nach zu viel Wert auf die Show gelegt, aber wenn es nur um Walk-ons ginge, dann wäre Nathan immer gesetzt. Seine Musikauswahl ist die beste von allen.“
Auch bei der Frage nach seinem größten Karrieremoment blieb Chisnall bescheiden: „Dass ich diesen Job überhaupt machen darf. Ich spiele Darts als Beruf, das ist ein wahr gewordener Traum. Ich weiß, wie besonders das ist – und dass es auch ganz anders hätte laufen können.“ Und zur immer aktuellen Frage nach einem neuen Set seiner Darts konnte er nur sagen: „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Behaltet die Nachrichten im Auge, irgendwann wird es soweit sein.“
Fazit: Alles über den Herbst
Für Chisnall wird der Herbst zur entscheidenden Phase. Viele Turniere stehen in kurzer Folge an, und die Flanders Darts Trophy könnte für ihn den Startschuss setzen. „Es geht nur um Rhythmus und Selbstvertrauen“, erklärt er abschließend. „Wenn ich die Doppel treffe und mein starkes Spiel von der Pro Tour auf die Bühne bringe, kann ich einen sehr guten Herbst erleben. Antwerpen ist ein ganz wichtiges Turnier für mich – und ich bin bereit, alles zu geben.“
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The Euro Tour is back this weekend! 🙌
— PDC Darts (@OfficialPDC) August 28, 2025
Here is confirmation of the draw and schedule of play ahead of the Blåkläder Flanders Darts Trophy (ET10) in Antwerp! 🇧🇪
📝 https://t.co/RIlWCONIeI pic.twitter.com/6m83dLJ51o

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








