Die Entscheidung, das Herreneinzelturnier bei den
Dutch Open künftig als „Open Singles“-Kategorie zu führen, stößt bei
Vincent van der Voort auf komplette Ablehnung. Der ehemalige Profi spart nicht mit Kritik und bezeichnet die Namensänderung als Unsinn. Für ihn handelt es sich um einen erzwungenen Eingriff – einen Schritt, den aus seiner Sicht niemand gefordert hat.
Im Podcast
Darts Draait Door reagierte van der Voort scharf auf die Anpassung, die aus der Situation rund um
Noa-Lynn van Leuven entstanden ist. Die World Darts Federation erlaubt ihr nicht länger die Teilnahme an Frauenturnieren. Statt einer klassischen Herrenkategorie wählten die Verantwortlichen die Bezeichnung „Open-Kategorie“, um Transgender-Spielern weiterhin eine Teilnahme zu ermöglichen.
Van der Voort übt Kritik an den „Open Singles“
Van der Voort hält diese terminologische Änderung für überflüssig. „Natürlich ist das Unsinn“, stellt er entschieden fest. Dem Niederländer zufolge war die Unterscheidung immer klar.
Ist für seine klare Meinung zu Themen aus der Darts-Welt bekannt: Vincent van der Voort
„Bei diesem Unsinn mache ich nicht mit, hör mal. Wo endet das alles wieder? Weißt du, mit diesem ganzen Woke-Zeug brauchst du mir nicht zu kommen. Wenn Noa-Lynn bei den Herren mitmacht, dann spielt sie einfach bei den Herren mit, fertig. Und nicht ‚Open‘.“
Seiner Meinung nach ist die Anpassung erzwungen und nicht durch einen breiten Wunsch innerhalb des Sports motiviert. „Da war wieder irgendein Tugendbold, der sich ausgedacht hat: Na, das müssen wir ändern. Ich glaube nicht, dass es irgendjemanden auf der ganzen Welt gegeben hat, der bei der Nederlandse Darts Bond angerufen hat mit ‚na, das muss geändert werden‘.“
Van der Voort reagierte anschließend scharf auf die Vorstellung, dass derartige Signale möglicherweise doch aus der Basis kommen könnten. „Gibt es so traurige Menschen?“, fragte er laut. „Na, dann würde ich sagen: Sucht euch ein Hobby.“
Nicht nur Negatives
Anschließend fand der ehemalige Finalist der UK Open Darts jedoch lobende Worte für die NDB hinsichtlich der Organisation der Dutch Open. „Wenn du siehst, wie straff das geregelt ist. Die arbeiten das Einzelturnier und das Doppelturnier ab, und es ist wirklich auf die Minute. Eher bist du früher dran, als dass du später dran bist.“
Van der Voort glaubt auch zu wissen, warum das Turnier so reibungslos abläuft: „Da laufen eine Menge Offizielle herum, die schon vor dreißig Jahren dabei waren. Ich muss wirklich sagen: Hut ab. Das ist einfach straff organisiert.“