"Schön, nicht wahr? Mein Name stand noch vom letzten Jahr drauf" – Van Veen schreibt mit zweitem Jugend-WM-Titel in Folge Geschichte
PDC
Gian van Veen hat am Sonntag in Minehead ein weiteres Kapitel seiner jungen Karriere veredelt. Der 23-jährige Niederländer gewann zum zweiten Mal in Folge die PDC Jugendweltmeisterschaft und setzte sich im Finale mit 6:3 gegen Beau Greaves durch. Damit steigt Van Veen in eine exklusive Liga auf: Nach Dimitri Van den Bergh ist er erst der zweite Spieler, der seinen Jugendtitel erfolgreich verteidigen konnte. „Und der hatte auch eine sehr schöne Karriere danach, das verspricht also Großes“, sagte er bei Viaplay und posierte strahlend mit der Trophäe.
Schon vor dem Interview war Van Veen sichtbar bewegt. Mit glänzenden Augen hob er den Pokal an. „Sehen Sie, da ist er“, sagte er mit einem breiten Lächeln. „Schön, nicht wahr? Ein schönes Gefühl.“ Auch der Wanderpokal sei besonders für ihn gewesen. „Mein Name stand noch vom letzten Jahr drin, also darf ich wieder dabei sein.“
Drei Endspiele in Serie – ein einmaliger Lauf
Mit dem erneuten Triumph setzte Van Veen noch einen weiteren Meilenstein. Als erster Spieler überhaupt erreichte er drei Jugend-WM-Finals in Folge. „Das ist wirklich wahr“, kommentierte er nüchtern. „Nächstes Jahr darf ich noch einmal mitspielen. Vier wären schön, aber wir werden sehen.“ Im Fokus habe aber nur eines gestanden: der Titel. „Es stand nur eines auf dem Spiel, und das war der Pokal. Und der Titel.“
Der Start ins Finale verlief solide, doch in der Mitte des Spiels geriet Van Veen kurz ins Straucheln. „Mein erster Pfeil war gut, aber danach landete er oft darunter. Ich hatte viele Aufnahmen ohne Triple“, erklärte er. Greaves nutzte diese Schwächephase und bekam im achten Leg die Chance zum 4:4-Ausgleich. „Da kam sie ins Spiel, und ich dachte: Oh, jetzt wird es schwierig. Zum Glück hat sie die Möglichkeit verpasst, und dann konnte ich es zumachen.“
Publikum gegen sich, Druck im Nacken
Auch das Umfeld spielte eine Rolle. „Du weißt vorher, dass das Publikum nicht für dich sein wird. Also willst du ihr nicht zu viele Chancen geben“, sagte Van Veen. Dieser Gedanke sitze im Kopf, besonders in engen Momenten.
Durchbruchmoment: das 118er-Finish
Das Highlight des Abends lieferte das 118er-Finish zum Match, abgeschlossen auf Doppel 19. Van Veen strahlte, als er den Moment beschrieb. „Das ist immer schön. Dann ist man es sofort los. Kein Ärger mit Matchdarts, kein Publikum, das sich einmischt. Einfach erledigt.“
Im vergangenen Jahr musste Van Veen seinen Pokal sofort zurückgeben und bekam später nur eine Schale. Diesmal hofft er, die Trophäe zumindest kurzfristig mitnehmen zu dürfen. „Ich fürchte, ich muss ihn bald wieder abgeben … dann bekommt man wieder so eine Schale. Aber diese ist wenigstens nicht so schwer wie die bei der Europameisterschaft vor ein paar Wochen“, scherzte er.
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Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








