Vorschau auf den Finalabend der Saudi Arabia Darts Masters: Michael van Gerwen weiterhin auf Kurs zum zweiten World-Series-Titel in Folge
PDCBei den Saudi Arabia Darts Masters 2026 steht heute der Finalabend auf dem Programm – mit Viertelfinals, Halbfinals und dem großen Endspiel in Riad. Sieben der acht Topspieler der PDC haben die erste Runde überstanden, nur Danny Noppert musste früh die Segel streichen.
Nach den Bahrain Darts Masters in der vergangenen Woche ist das Turnier in Saudi-Arabien bereits die zweite Station der World Series of Darts 2026. Der erste Titel ging an Michael van Gerwen – und der dreifache Weltmeister will nun auch in Riad zuschlagen und den perfekten Saisonstart mit zwei Titeln in Folge hinlegen. Dafür muss er allerdings gleich zum Auftakt an Stephen Bunting vorbei. Außerdem bekommt es in einer Neuauflage des WM-Finals Gian van Veen mit Luke Littler zu tun.
In den Viertelfinals wird über sechs gewonnene Legs gespielt, die Halbfinals gehen über sieben Legs, und das Finale entscheidet sich über acht. Nachfolgend der Blick auf die vier Viertelfinalduelle des Abends.
Michael van Gerwen gegen Stephen Bunting
Den Auftakt des Abends bildet das Duell zwischen Michael van Gerwen und Stephen Bunting. Van Gerwen zeigte in seinem ersten Spiel gegen Nitin Kumar eine souveräne Vorstellung, ohne dabei an seine Grenzen gehen zu müssen. Der Niederländer gewann klar mit 6:1 und wirkte dabei bestens aufgelegt, auch wenn noch Luft nach oben blieb.

Van Gerwen hat in Riad die Chance auf den zweiten Turniergewinn in Folge.
Gegen Bunting dürfte "The Green Machine“ allerdings stärker gefordert werden. Der Engländer bezwang Tomoya Goto ebenfalls mit 6:1 und zeigte dabei eine stabile Performance. Beide Spieler kennen sich seit Jahren, ihre Matches leben von hohem Tempo und konstantem Scoring. Für Bunting steht dabei mehr auf dem Spiel als nur der Halbfinaleinzug: Seine Berufung in die Premier League sorgte zuletzt für Diskussionen. Mit einem starken Auftritt will "The Bullet“ seine Kritiker zum Schweigen bringen.
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Nathan Aspinall gegen Man Lok Leung
An zweiter Stelle folgt Nathan Aspinall, der in diesem Jahr nicht für die Premier League nominiert wurde, aber dennoch Teil der World Series-Auftaktevents ist. In seinem Erstrundenspiel hatte „The Asp“ keinerlei Mühe mit Lourence Ilagan und gewann ungefährdet. Bemerkenswert: Es war bereits das dritte Aufeinandertreffen der beiden innerhalb weniger Wochen – nach Duellen bei der WM und den Bahrain Masters behielt Aspinall erneut die Oberhand.
Im Viertelfinale wartet nun Man Lok Leung aus Hongkong, der mit seinem 6:3 über Danny Noppert für die Überraschung der ersten Runde sorgte. Der 27-Jährige hat in den letzten Jahren Erfahrung auf internationaler Bühne gesammelt, unter anderem bei der WM und dem World Cup of Darts. Aspinall wird den Außenseiter also keineswegs unterschätzen. Ob Leung allerdings erneut über sich hinauswachsen kann, bleibt abzuwarten – Aspinall gilt klar als Favorit.
Gian van Veen gegen Luke Littler
Im dritten Viertelfinale kommt es zur Neuauflage des WM-Endspiels zwischen Gian van Veen und Luke Littler. Beim Jahresauftakt im Alexandra Palace kassierte Van Veen eine deutliche 1:7-Niederlage, doch diesmal will er den Spieß umdrehen. Der Niederländer startete mit einem souveränen 6:2 gegen Motomu Sakai ins Turnier und wirkt in Riad bisher sehr stabil.
Um ein zweites World-Series-Finale in Folge zu erreichen, muss Van Veen allerdings an Littler vorbei – und das ist alles andere als einfach. „The Nuke“ hatte in seinem Auftaktspiel gegen Paul Lim Schwierigkeiten, setzte sich aber dennoch durch. Nach seiner 21 Spiele andauernden Siegesserie bei TV-Turnieren, die in Bahrain riss, hat Littler nun ein klares Ziel: eine neue Serie starten. Der 18-Jährige kündigte bereits an, wieder anzugreifen – und das Turnier in Saudi-Arabien könnte dafür genau der richtige Startpunkt sein.
Gerwyn Price gegen Luke Humphries
Das letzte Viertelfinale des Abends bestreiten Gerwyn Price und Luke Humphries – ein echtes Spitzenduell. Price hatte in Bahrain Littler im Viertelfinale bezwungen, ehe er im Halbfinale Van Gerwen unterlag. Angesichts seiner schwachen Vorbereitung war das keine Überraschung, denn „The Iceman“ hatte nach seinem frühen WM-Aus gegen Wesley Plaisier kaum trainiert. In Saudi-Arabien wirkte er jetzt erfrischt und fokussiert: Mit einem Average von über 100 ließ er Alexis Toylo in der ersten Runde keine Chance.
Humphries überzeugte ebenfalls mit einem 6:2-Sieg über Ryusei Azemoto, stand dabei jedoch nicht an seinem Maximum. Der ehemalige Weltmeister wartet mittlerweile seit mehreren Monaten auf den nächsten Titel. Sowohl in Bahrain als auch in London schied er im Viertelfinale aus – zu wenig für jemanden seines Kalibers. Gegen Price will „Cool Hand Luke“ nun zeigen, dass er auch 2026 wieder ganz oben angreifen wird.
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Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








