ANALYSE: So lief das erste Pro Tour-Halbjahr der deutschen Tour Card Inhaber

PDC
durch Nic Gayer
Freitag, 12 Juli 2024 um 20:56
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Die ersten 14 Players Championship-Turniere und acht European Tour-Events sind gespielt, die PDC Pro Tour-Saison legt pünktlich zum sommerlichen Major-Highlight in Blackpool eine kleine Sommerpause ein. Dartsnews.de nutzt diese Gelegenheit, um die erste Jahreshälfte aller deutschen Tour Card Inhaber genauer unter die Lupe zu nehmen.

Martin Schindler - PDC Order of Merit #23

Wie der Großteil der deutschen Tour Card Holder ist auch Martin Schindler bei den Players Championship-Turnieren bislang nicht wirklich in Fahrt gekommen. Bei seinen bisherigen 12 Teilnahmen - Players Championship 9 und 10 verpasste The Wall aufgrund von Krankheit - gelangen der deutschen Nummer eins 14 Siege. Sein bislang bestes Ergebnis war das Erreichen des Viertelfinals bei Turnier sechs, welches er zu Beginn des Monats bei PC 14 wiederholen konnte.
In der vergangenen Saison stand Schindler nach 14 gespielten Players Championship-Turnieren bereits bei 23 Siegen und erreichte ein Halbfinale sowie zwei Viertelfinals. In diesem Jahr kam The Wall überhaupt erst drei Mal über die zweite Runde hinaus. In Sachen Preisgeld bedeutet dies eine eingespielte Summe von 13.500 Pfund, womit Schindler auf Rang 46 der Players Championship Order of Merit steht - die höchste Platzierung eines deutschen Spielers.
Mit einem Average von 93.29 liegt Schindler im Players Championship-Vergleich auf Rang 37, seinen höchsten Saisonwert erzielte er mit 106.78 Punkten bei einem 6-2-Sieg über den Engländer Callan Rydz. Am Ende der vergangenen Saison lag Schindlers Average-Wert bei 94.77, womit er auf Rang 23 positioniert war. Das Scoring ist eine der großen Stärken im Spiel des 27-Jährigen: Mit einem First 9-Average von 103.87 lag Schindler im Players Championship-Vergleich nach der vergangenen Saison auf Rang 22, außerdem erzielte The Wall 0.3 180er-Scores pro Leg, womit er auf Platz 18 lag. In dieser Saison liegt Schindlers First 9-Wert bei 102.06 Punkten, was nur noch für Platz 38 in dieser Statistik-Rangliste reicht. Seinen starken Wert von 0.3 180ern pro Leg konnte der geborene Strausberger allerdings aufrechterhalten.
Im Kontrast zur bislang ausbaufähigen Players Championship-Saison steht Schindlers diesjährige European Tour-Kampagne. Nach einer Halbfinal-Teilnahme beim zweiten Event der Saison, den Belgian Darts Open, folgte der Höhepunkt der bisherigen Karriere des 27-Jährigen. Bei den International Darts Open in Riesa krönte sich Schindler zum dritten deutschen Titelgewinner der PDC Historie. Bei den Austrian und European Darts Open ließ er außerdem zwei weitere Viertelfinal-Teilnahmen folgen und stand auch bei der Dutch Darts Championship im Halbfinale. Dadurch bleibt festzuhalten: Während Schindler bei 12 Players Championship-Turnieren auf 14 magere Siege kommt, war er bei nur acht European Tour-Events bereits 19 Mal erfolgreich - ein Mann für die großen Bühnen.
Martin Schindler 2024
Martin Schindler 2024
Aufgrund seiner Erfolge auf European Tour-Ebene steht Schindler in der Pro Tour Order of Merit auf Rang elf. Für das World Matchplay konnte sich die deutsche Nummer eins daher auf Rang vier sicher qualifizieren. Auch mit Blick auf den World Grand Prix, der im Oktober ausgetragen wird, stehen die Weichen für Schindler eindeutig auf Qualifikation. Mit 46.250 Pfund Vorsprung auf Platz 17 der Pro Tour-Qualifikationsrangliste kann The Wall seine Reise nach Leicester zeitnah buchen.
Der bereits thematisierte 46. Platz in der Players Championship Order of Merit würde ebenfalls für eine Teilnahme an den Players Championship Finals reichen. Da Schindlers Vorsprung auf Platz 65 jedoch nur 2.500 Pfund beträgt, ist hier während der zweiten Saisonhälfte noch mit einigen Veränderungen zu rechnen. Weitaus erfreulicher ist dahingegen der Blick auf die European Tour Order of Merit, in der Schindler derzeit als Nummer zwei der Rangliste so gut wie sicher für die European Championship in Dortmund qualifiziert ist.

Gabriel Clemens - PDC Order of Merit #24

Während bereits im Kapitel zuvor von einem schwierigen Players Championship-Saisonstart für den Großteil der deutschen Spieler die Rede war, so stellt Schindlers World Cup-Partner Gabriel Clemens keine Ausnahme dar. Dem German Giant gelangen in den bisherigen 14 Players Championship-Events nur neun Siege, wodurch er in der Players Championship Order of Merit mit einem eingespielten Preisgeld von 8.000 Pfund auf Rang 81 anzutreffen ist. Das beste Saisonergebnis des ehemaligen WM-Halbfinalisten folgte zuletzt bei Turnier 14, als er erstmals das Achtelfinale erreichen konnte.
Vor allem im Vergleich zur vergangenen Saison wird das Formtief des 40-Jährigen deutlich. Nach 14 gespielten Turnieren stand Clemens im vergangenen Jahr bereits bei 22 Siegen, erreichte ein Finale und schied nur drei Mal in der ersten Runde aus. In diesem Jahr kam Clemens nur sechs Mal über die erste Runde hinaus, vier seiner ersten sechs Turniere scheiterten bereits an der ersten Hürde. Während Clemens im Average-Vergleich mit 92.47 Punkten auf Rang 46 dem gesunden Mittelfeld angehört, fällt der German Giant vor allem beim Blick auf die Doppelquote ab. Bislang konnte Clemens nur 96 seiner 281 Darts auf Doppel verwandeln, mit einer Doppelquote von 34 Prozent liegt er im Players Championship-Vergleich auf Rang 93.
Im Gegensatz zu Weltranglisten-Nachbar Martin Schindler kann Clemens seine bisherige Saison auch auf der European Tour nicht in ein besseres Licht rücken. Bei den bisherigen acht Turnieren gelangen dem German Giant insgesamt sechs Siege, auch auf der großen Bühne scheiterte die deutsche Nummer zwei in fünf von acht Fällen in Runde eins.
Aufgrund dieser durchwachsenen ersten Saisonhälfte verpasst Clemens erstmals seit 2019 das World Matchplay. In der Live-Weltrangliste ist der Saarländer bereits einen Platz nach hinten abgerutscht. Clemens ist derzeit weder für den World Grand Prix (Rückstand 2.250 Pfund), noch für die Players Championship Finals (Rückstand 3.000 Pfund) qualifiziert. Auf Rang 28 zählt er aktuell jedoch zum vorläufigen Teilnehmerfeld der European Championship. Aufgrund seines überragenden Abschneidens bei der Darts WM 2023, als Clemens das Halbfinale erreichte und sich ein Preisgeld von 100.000 Pfund sicherte, droht der German Giant nach der kommenden Weltmeisterschaft aus den Top-32 der Weltrangliste zu rutschen - es liegt also eine enorm wichtige zweite Jahreshälfte vor dem deutschen Sympathieträger.
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Gabriel Clemens

Ricardo Pietreczko - PDC Order of Merit #33

In der vergangenen Saison eroberte Ricardo Pietreczko die Pro Tour im Sturm. Als Nummer eins der Pro Tour-Setzliste startete er in seine Debüt-WM, da er sich unter anderem bei der German Darts Championship in Hildesheim zum zweiten deutschen Titelgewinner der PDC-Geschichte kürte. Ähnlich wie seine Tour Card-Kollegen konnte jedoch auch Pikachu dieses Momentum nicht in die neue Pro Tour-Saison transportieren. Mit 13 Siegen bei 14 Players Championship-Teilnahmen liegt Pietreczko mit einem eingespielten Preisgeld von 11.500 Pfund derzeit auf Rang 61 der Players Championship Order of Merit.
Auch bei Pietreczko ist im direkten Vergleich zur vorherigen Saison eine abfallende Form zu erkennen. Zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr kam Pikachu bereits auf 19 Siege, hatte unter anderem ein Halbfinale erreicht und stand zwei Mal in der Runde der letzten 16. In dieser Saison war eine Achtelfinal-Teilnahme das höchste der Gefühle für den 29-Jährigen, in den letzten sieben Events war bereits fünf Mal in Runde eins Schluss.
Im Average-Vergleich aller 149 Players Championship-Teilnehmer liegt Pietreczko mit einem Wert von 87.79 Punkten auf Rang 118 und damit im deutschen Tour Card Holder-Vergleich nur vor Tim Wolters (Platz 138) und Pascal Rupprecht (Platz 135). Nach der vergangenen Saison war der geborene Berliner im Average-Vergleich mit 94.40 Punkten auf Platz 29 vorzufinden - dies entspricht einer Average-Differenz von 6,61 Punkten. Das eigentliche Steckenpferd des 29-Jährigen sind die Doppelfelder - doch auch der Blick auf diese Statistik macht sowohl im Vergleich zur Konkurrenz als auch zur vergangenen Saison nur wenig Spaß: Während Pikachu nach der vergangenen Saison eine Doppelquote von 40 Prozent (Rang 27) vorzuweisen hatte, liegt sein momentaner Wert bei 34 Prozent (Rang 95).
Auf der European Tour, wo Pietreczko im vergangenen Jahr der größte Erfolg seiner bisherigen Karriere gelang, begann die Saison mit einer Halbfinal-Teilnahme nach Plan. Danach überstand der in Runde zwei gesetzte Pietreczko jedoch nur zwei weitere Male sein Auftaktmatch, bei fünf von acht Turnieren scheiterte Pikachu an seiner ersten Aufgabe.
Ricardo Pietreczko<br>
Ricardo Pietreczko
Aufgrund seiner überragenden letzten Saison überwiegen für Pietreczko jedoch weiterhin die positiven Nachrichten. Am Samstagabend wird der 29-Jährige sein Debüt beim World Matchplay feiern, wo er es in Runde eins mit Weltmeister Luke Humphries zu tun bekommt. Sollte Pikachu die Sensation gelingen und er die Nummer eins der Weltrangliste besiegen, wäre sogar ein Sprung in die Top-32 der Order of Merit möglich.
Auch in Sachen World Grand Prix-Qualifikation gibt es bei Deutschlands Nummer drei keinen Grund für Sorgenfalten. Als Nummer fünf der Pro Tour-Qualifikationsrangliste bewegt er sich mit 73.500 Pfund eingespieltem Preisgeld in sicheren Gefilden. Als Nummer 61 der Players Championship Order of Merit ist Pietreczko derzeit als einziger Deutscher neben Martin Schindler für die WM-Generalprobe qualifiziert. Als Nummer 24 der European Tour Order of Merit kann Pikachu stand jetzt auch mit einer Qualifikation für die European Championship am Ende des Jahres rechnen.
Florian Hempel 2024
Florian Hempel 2024

Florian Hempel - PDC Order of Merit #57

Während bei den bisher analysierten deutschen Tour Card Inhabern die Rede von einer Formkrise und Verschlechterung im Vergleich zur abgelaufenen Saison war, muss man bei Florian Hempel eher von einer Fortsetzung des enttäuschenden Trends des vergangenen Jahres sprechen. Nur durch eine Last-Minute-Qualifikation für die Weltmeisterschaft im PDPA-Qualifier und Siegen über Dylan Slevin und Dimitri Van den Bergh rettete sich Hempel vor dem Tour Card-Verlust.
Im Gegensatz zu seinen deutschen Tour-Kollegen konnte Hempel seine Bilanz im Vergleich zur vergangenen Saison sogar leicht verbessern. Im Vergleich zu den acht Siegen, die ihm 2023 bei 12 Players Championship-Teilnahmen gelangen, steht er nach erneut 12 gespielten Turnieren in diesem Jahr bei elf Erfolgen. Sein bestes Abschneiden ist auf eine Achtelfinal-Teilnahme beim vierten Turnier des Jahres zurückzuführen. Insgesamt konnte Hempel in den ersten Monaten der Saison ein Players Championship-Preisgeld von 9.500 Pfund einspielen, womit er derzeit auf Rang 72 der zugehörigen Order of Merit liegt.
Während der gebürtige Dessauer im vergangenen Jahr noch für die ersten vier Turniere der European Tour qualifiziert war, wartet Hempel in dieser Saison noch vergebens auf seine erste Teilnahme an einem ET-Event. Im Rennen um die Qualifikationsplätze für den World Grand Prix liegt Hempel im Hintertreffen: 21.750 Pfund trennen den 34-Jährigen derzeit von einer Teilnahme in Leicester. Der bereits thematisierte 72. Rang in der Players Championship Order of Merit hält Hempel weiterhin alle Möglichkeiten offen, sich für die Players Championship Finals zu qualifizieren. Hierfür fehlen ihm aktuell nur 1.500 Pfund Preisgeld. Auch im Rennen um die heiß begehrten Startplätze für die Darts WM 2025 ist der Zug für den Wahl-Kölner noch lange nicht abgefahren. In einem erneut spannenden Kampf um den Erhalt der Tour Card fehlen Hempel aktuell 3.250 Pfund für ein Ally Pally-Ticket.
Daniel Klose 2024
Daniel Klose 2024

Daniel Klose - PDC Order of Merit #72

Nach seiner Debütsaison befindet sich Daniel Klose im zweiten Tour Card-Jahr. Seine Vorjahresbilanz von sieben Siegen nach den ersten 14 Players Championship-Turnieren konnte er in diesem Jahr auf elf gewonnene Spiele steigern. Nach einer Durststrecke während der ersten fünf Turniere des Jahres, als es ihm nur ein Mal gelang, die erste Runde zu überstehen, erreichte Klose zuletzt bei vier von fünf Turnieren mindestens die zweite Runde. Auf der European Tour konnte sich der 44-Jährige bislang für zwei Turniere qualifizieren und erreichte ein Mal die Runde der letzten 16.
Ähnlich wie Hempel wird auch Dan The Man in der zweiten Jahreshälfte um den Erhalt seine Tour Card kämpfen. Als Nummer 72 der Weltrangliste liegt Klose bereits 31.250 Pfund entfernt vom rettenden Ufer. Von einer Qualifikation für den World Grand Prix ist Klose derzeit 17.500 Pfund entfernt, als Nummer 77 der Players Championship Order of Merit (8.500 Pfund) liegt Klose nur 2.500 Pfund außerhalb der Qualifikations-Ränge. Die erste Jahreshälfte der Saison 2024 hält aber auch eine überaus positive Nachricht für den Ansbacher bereit: Zum aktuellen Zeitpunkt wäre Klose für die Darts WM 2025 qualifiziert - für das Vorhaben eines Tour Card-Erhalts wäre dies natürlich ein enormer Meilenstein. P
Pascal Rupprecht 2024
Pascal Rupprecht 2024

Pascal Rupprecht - PDC Order of Merit #84

Neben Daniel Klose befindet sich auch Pascal Rupprecht in seinem zweiten Tour Card-Jahr. Rupprecht, der vor anderthalb Jahren völlig überraschend zum Q-School-Durchmarsch ansetzte, legte 2023 einen soliden Start in seine Pro Tour-Karriere hin. Bei 13 Players Championship-Teilnahmen feierte der 24-Jährige elf Siege und erreichte unter anderem sein erstes Achtelfinale. Im Jahr 2024 fiel der Saisonstart etwas gemäßigter aus: Bei elf PC-Teilnahmen konnte Rupprecht erst fünf Matches gewinnen, bei fünf seiner letzten sechs Turnierteilnahmen war bereits nach Runde eins Schluss. Für die European Tour konnte er sich bislang noch nicht qualifizieren.
In der Players Championship Order of Merit ist Rupprecht mit einem Preisgeld von 5.000 Pfund auf Rang 115 vorzufinden, im Rennen um die WM-Plätze ist der geborene Bielefelder auf Rang 84 keineswegs in der Pole-Position, mit einem Abstand von 7.750 Pfund aber definitiv auch noch nicht abzuschreiben.

Die Pro Tour-Debütanten: Lukas Wenig (#103), Paul Krohne (#129) und Tim Wolters (#134)

Das Trio aus Lukas Wenig, Paul Krohne und Tim Wolters konnte sich bei der Q-School zu Beginn des Jahres erstmals eine Tour Card sichern. Wenig startete mit vier Erstrunden-Siegen nach sechs Players Championship-Turnieren und zwei Qualifikationen zum European Tour-Auftakt vielversprechend in die Saison. Nach 14 Teilnahmen stehen acht Siege zu Buche, weiter als die zweite Runde ging es für den 29-Jährigen bislang noch nicht. In der Players Championship Order of Merit liegt Luu mit 8.000 Pfund auf Rang 83, im Rennen um ein WM-Ticket ist Wenig nur 1.000 Pfund von den Top-32 der Pro Tour-Setzliste entfernt.
Krohne, der während der Q-School mit kaltschnäuzigen Checkouts auf sich aufmerksam machte, erwischte beim ersten Players Championship-Block der Saison einen Start nach Maß. Bei Turnier eins gewann er sein Pro Tour-Debüt mit 6-3 gegen William O’Connor, ehe er am zweiten Tag direkt sein erstes Achtelfinale erreichte. Seither hatte der 24-Jährige allerdings enorme Schwierigkeiten, Spiele zu gewinnen: In den letzten 12 Turnieren gelang es Krohne nur zwei Mal die erste Runde zu überstehen. In der Players Championship Order of Merit liegt er mit 5.500 Pfund Preisgeld auf Rang 129, für die European Tour konnte sich Krohne bislang nicht qualifizieren.
Wolters’ erste Saisonhälfte war vor allem von Abwesenheit geprägt. Unter anderem durch die Geburt seines zweiten Kindes verpasste der 29-Jährige die ersten vier Turniere zum Saisonstart, auch bei den Events 13 und 14 zu Beginn des Monats konnte er nicht starten. Bei seinen bisherigen acht Teilnahmen zog Wolters zwei Mal in die zweite Runde ein, für die European Tour konnte er sich bislang nicht qualifizieren.
Lukas Wenig 2024
Lukas Wenig 2024

Fazit

Als abschließendes Fazit sollte festgehalten werden, dass die erste Hälfte der diesjährigen Pro Tour-Saison aus deutscher Sicht eher enttäuschend verlief. Nur zwei von insgesamt neun deutschen Tour Card Holdern sind nach 14 gespielten Turnieren für die Players Championship Finals qualifiziert, mit Martin Schindler hat nur ein Spieler eine positive Sieg-Niederlagen-Bilanz und auf einen deutschen Halb- oder Final-Einzug warten die Fans bislang vergebens. Im Gegensatz zum mäßigen Players Championship-Erfolg bewahrheitet sich aber auch in diesem Jahr, dass die European Tour ein gutes Pflaster für den deutschen Dartsport ist. Die Turnierserie, die bereits Max Hopp und Ricardo Pietreczko zu PDC-Titelgewinnern krönte, bescherte auch Martin Schindler in diesem Jahr den größten Moment seiner bisherigen Karriere. Und wenn wir ehrlich sind: Diese Saison hat uns schon jetzt einen deutschen PDC-Titel beschert - wie schlecht kann sie dann überhaupt sein?
Außerdem folgt auf eine erste Jahreshälfte meistens auch noch eine Zweite und im Kontext der PDC Pro Tour bedeutet dies 16 weitere Players Championship Turniere und fünf zusätzliche European Tour-Events. Mehr als genügend Chancen also für die deutschen Tour Card Holder, eine durchwachsene erste Saisonhälfte in eine erfolgreiche Kampagne umzuwandeln.

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