European Championship Zusammenfassung – Tag eins | Martin Schindler begeistert Dortmund! „The Wall“ feiert ersten EDC-Sieg
PDCDer Auftaktabend der European Championship 2025 in der Dortmunder Westfalenhalle hatte alles, was ein Turnierstart braucht: Emotionen, Spannung – und aus deutscher Sicht ein echtes Highlight. Martin Schindler sorgte mit einem nervenstarken 6:5-Erfolg über Dave Chisnall für den emotionalen Höhepunkt des Abends.
Schindler bezwingt Chisnall in einem Thriller
Martin Schindler lieferte sich mit Dave Chisnall ein packendes Duell auf höchstem Niveau – und setzte sich am Ende hauchdünn durch. Nach einem 0:3-Rückstand kämpfte sich „The Wall“ eindrucksvoll zurück, glänzte mit einem Average von 103,94 Punkten und traf 62,5 % seiner Doppelversuche. Besonders in der Schlussphase bewies der Strausberger Nervenstärke: Im Entscheidungsleg checkte er Tops zum umjubelten 6:5-Sieg. Damit steht Schindler erstmals überhaupt im Achtelfinale der Europameisterschaft – ein Ausrufezeichen in einer ohnehin starken Saison.
Van Gerwen entgeht frühem Aus – Nijman vergibt Matchdarts
Was für ein Drama zum Abschluss des Abends: Michael van Gerwen musste gegen seinen jungen Landsmann Wessel Nijman alles abrufen, um nicht früh die Segel zu streichen. Nijman spielte stark, ließ jedoch mehrere Matchdarts liegen – und wurde dafür bitter bestraft. Van Gerwen verwandelte schließlich ein 70er-Finish zum knappen 6:5-Erfolg. Ein Sieg der Kategorie „mit Glück weiter“ - dennoch gilt: Großen Respekt vor MvG, der trotz geringer Match-Praxis und Störgeräuschen im wichtigsten Moment des Matches da war.
Das beste Match des Abends
Das letzte Match des Abends war zugleich das hochklassigste: Chris Dobey und Stephen Bunting lieferten sich ein Scoring-Spektakel auf absolutem Topniveau. Beide Akteure spielten Averages jenseits der 106 Punkte – Bunting sogar unglaubliche 109,2 – doch am Ende setzte sich „Hollywood“ mit 6:3 durch. Entscheidend war die Effizienz auf die Doppel: Dobey traf 55,6 % seiner Versuche und checkte in den Schlüsselmomenten eiskalt. Bunting verpasste beim Stand von 3:4 die Chance zum Ausgleich, woraufhin Dobey 74 Punkte räumte und anschließend den Sack zumachte. Ein Match auf Augenhöhe, das in puncto Qualität an ein Finale erinnerte – und in dem am Ende der etwas kühlere Finisher triumphierte.
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Ross Smith mit Highlight-Finish gegen Wright
Auch das Duell zwischen Ross Smith und Peter Wright hielt, was es versprach. Der Engländer spielte konstant und setzte am Ende mit einem spektakulären 128er-Bullseye-Checkout den Schlusspunkt. Smith gewann mit 6:2 und zeigte einmal mehr, dass er auf der großen Bühne zur Gefahr für jeden Topspieler werden kann. Wright dagegen wirkte nie wirklich im Rhythmus und muss seine EM-Hoffnungen früh begraben.
Gurney schockt Price erneut
Wie schon im Vorjahr erwies sich Daryl Gurney als Angstgegner von Gerwyn Price. „Superchin“ nutzte eiskalt die Doppelprobleme des „Iceman“ aus und feierte einen verdienten 6:3-Erfolg. Gurney traf über 55 % seiner Doppel, während Price gleich mehrfach klare Chancen liegen ließ – und sich in einem Major erneut geschlagen geben muss.
Van Veen überzeugt – Heta ohne Fortune
Der junge Niederländer Gian van Veen bestätigte seine starke Form und ließ Damon Heta beim 6:3-Sieg weitgehend keine Chance. Mit einem Average von 98,73 Punkten und zwei Highfinishes (darunter 103 Punkte) spielte sich „GVV“ souverän ins Achtelfinale. Heta stemmte sich mit einem 127er-Bullfinish kurzzeitig gegen die Niederlage, doch van Veen blieb cool und brachte den Sieg sicher über die Bühne.
Ryan Searle stoppt Clayton
Auch Ryan Searle zog souverän in die zweite Runde ein. Der Engländer setzte sich mit 6:3 gegen Jonny Clayton durch und überzeugte vor allem auf die Doppel (41,7 % Trefferquote). Clayton hatte beim Scoring zeitweise Vorteile, konnte seine Chancen aber nicht nutzen – Searle dagegen punktete zum richtigen Zeitpunkt und machte „The Ferret“ das Leben schwer.
Joyce eröffnet den Abend mit Sieg über Woodhouse
Zum Auftakt des Turniers durfte sich Ryan Joyce über einen gelungenen Start freuen. Der Engländer besiegte Luke Woodhouse mit 6:3, unter anderem dank eines sehenswerten 122er-Bull-Checkouts. Woodhouse spielte ordentlich, blieb mit einem Average von 90 Punkten aber hinter Joyce (96,9) zurück.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










