„Ich sagte zum Schiedsrichter: Wenn ich Doppel 2 treffe, ist das reines Glück“ – Dirk van Duijvenbode zieht mit „Horror-Doppel“ dennoch in die letzten 16 bei der European Darts Trophy ein

PDC
Sonntag, 15 März 2026 um 12:00
Dirk van Duijvenbode (5)
Dirk van Duijvenbode hat in Göttingen erneut gezeigt, warum er als einer der kämpferischsten Spieler auf dem PDC-Circuit gilt. In einem nervenaufreibenden Match in der zweiten Runde der European Darts Trophy behielt der Niederländer schließlich die Oberhand, auch wenn das keineswegs ohne Widerstände gelang. Obwohl er während der gesamten Partie nie in Rückstand geriet, blieb sein Gegner konstant in Schlagdistanz, wodurch Van Duijvenbode bis zum letzten Pfeil hochkonzentriert bleiben musste.
Van Duijvenbode setzte sich in der zweiten Runde der European Darts Trophy am Ende mit 6:5 gegen Rob Cross durch. Als der entscheidende Doppel schließlich fiel, war die Erleichterung im Gesicht des flamboyanten Niederländers deutlich zu sehen. Die Emotionen danach zeigten, wie viel ihm dieser Sieg bedeutete.

Schwierige Doppel sorgen für Spannung

Nach dem Spiel konnte Van Duijvenbode sogar mit einem Lächeln darauf zurückblicken, gestand jedoch ehrlich, dass der Abschluss letztlich auf einem Doppel fiel, in das er normalerweise wenig Vertrauen hat. „Ja, natürlich war ich froh“, sagte Van Duijvenbode im Anschluss. „Und dann auch noch auf meinem schlechtesten Doppel.“
Dirk van Duijvenbode in Aktion
Dirk van Duijvenbode trifft in der dritten Runde auf Mensur Suljovic
Der Niederländer bezog sich damit auf Doppel 2, ein Finish, mit dem er schon seine ganze Karriere über Probleme hat. „Ehrlich gesagt: Doppel 9 mischt momentan auch ordentlich mit im Rennen um mein schlechtestes Doppel“, witzelte er. „Aber Doppel 2 war eigentlich seit meinem Karriere-Beginn immer mein schwächstes.“
So wenig Vertrauen hat Van Duijvenbode bisweilen in dieses Doppel, dass er vorher sogar Scherze mit dem Schiedsrichter macht. „Ich sagte zum Referee: Wenn ich Doppel 2 treffe, ist das pures Glück. So schlecht bin ich normalerweise auf diesem Doppel.“

Blitzstart – doch der Gegner hält dagegen

Van Duijvenbode startete dennoch ausgezeichnet in die Partie. Mit starkem Scoring und überzeugenden Finishes zog er schnell auf 3:0 davon. Dennoch zeigte sein Gegner keineswegs die Absicht, sich kampflos zu ergeben.
Leg um Leg blieb der Abstand gering und der Druck auf Van Duijvenbode hoch. Obwohl er das Kommando behielt, gelang es ihm nicht, seinen Kontrahenten endgültig abzuschütteln. Laut Statistik war das Duell daher ausgesprochen ausgeglichen. Das machte es laut Van Duijvenbode umso wichtiger, dass er am Ende doch gewann. „Es war wirklich ein Match, in dem es ständig spannend blieb“, gab er zu. „Dann ist es wichtig, so eine Partie über die Ziellinie zu bringen. Das ist auch eine Qualität, die man haben muss.“

Zweifel beim Checkout

Einer der Momente, in denen es beinahe kippte, war, als Van Duijvenbode die Chance hatte, in der Partie weiter davonzuziehen. Er bekam die Möglichkeit, sich in Richtung einer komfortablen Führung abzusetzen, verpasste aber den entscheidenden Pfeil. Das führte zu einem Moment des Zweifelns auf der Bühne. „Ich vergab eine Chance, um auf 5:1 oder 5:2 zu stellen, mit 80 Rest“, erklärte er. „Normalerweise gehe ich immer auf Tops, denn andere Optionen liegen mir weniger, wenn mein Gegner auf einem Finish steht.“
Der Niederländer hat nämlich klare Vorlieben, was die Doppel angeht. „Wenn mein Gegner nicht auf einem Finish steht, gehe ich oft über die 16, weil ich Doppel 10 nicht so mag“, sagte er.
Doch diesmal lief es anders als geplant. „Ich ging auf die 20, zielte hoch auf die 20, und dann landete der Pfeil in der Doppel 20. Da dachte ich sofort: Das ist nicht gut.“

Ringen mit den Doppeln

Der unerwartete Weg bedeutete, dass Van Duijvenbode auf Doppel 5 herauskam – ein Doppel, in das er noch weniger Vertrauen hat als in Doppel 10. „Ich finde Doppel 5 eigentlich noch schlimmer als Doppel 10“, gab er ehrlich zu.
Als auch diese Chance vergeben wurde, wuchs die Frustration beim Niederländer sichtbar. „Ich dachte echt bei mir: Was machst du da, Dirk? Es fühlt sich manchmal an, als würdest du dich immer wieder selbst in Schwierigkeiten bringen.“
Laut Van Duijvenbode hätte er das Match zu diesem Zeitpunkt eigentlich bereits entscheiden können. „Wenn ich diese Chance einfach nutze, ist das Spiel im Grunde gelaufen. Dann ist es einfach vorbei.“ Stattdessen blieb jedoch die Spannung in der Partie.
Gerade in solchen Momenten kommt Van Duijvenbodes Kampfgeist häufig zum Vorschein. Der Niederländer ist bekannt für seine Intensität auf der Bühne und die Fähigkeit, sich aus kniffligen Situationen zurückzukämpfen. Obwohl das Match somit länger spannend blieb als nötig, gelang es ihm schließlich doch, die Partie auf seine Seite zu ziehen. „Am Ende bin ich einfach sehr glücklich über den Sieg“, sagte er erleichtert.
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