Vorschau Poland Darts Open 2026 am Samstagnachmittag: Martin Schindler startet gegen Boris Krcmar in die neue European-Tour-Saison

PDC
durch Nic Gayer
Samstag, 21 Februar 2026 um 10:41
Martin Schindler wirft seinen Dart auf das Board.
Am Wochenende richtet sich der Blick der Darts-Welt auf Krakau. Dort gehen die Poland Darts Open über die Bühne. Das Turnier markiert den Auftakt der PDC European Tour 2026 – und zugleich die Premiere der European Tour auf polnischem Boden. Am Samstagnachmittag stehen die ersten Begegnungen der zweiten Runde auf dem Spielplan.
Mit dem Startschuss in Krakau beginnt die European Tour 2026 direkt hochkarätig: Bei den Poland Darts Open ist mit Luke Littler, Luke Humphries und Gian van Veen die komplette Top-3 der Weltrangliste vertreten. Das Spitzentrio greift allerdings erst am Samstagabend erstmals ins Geschehen ein. Am Samstagnachmittag richtet sich der Fokus aus deutscher Sicht vor allem auf Martin Schindler, der gegen Boris Krcmar gleich im ersten Spiel der Session in die neue Saison startet.
Sie können die Poland Darts Open 2026 auch mithilfe unserer Live-Scores verfolgen!
Gespielt wird die zweite Runde im Modus „Best of 11 Legs“. Nachfolgend folgt unsere Vorschau auf alle Partien, die am Samstagnachmittag ausgetragen werden.
Alle Augen auf Martin Schindler: Wie startet die deutsche Nummer eins in die European-Tour-Saison 2026?
Alle Augen auf Martin Schindler: Wie startet die deutsche Nummer eins in die European-Tour-Saison 2026?

Martin Schindler vs. Boris Krčmar

Die Nachmittagssession in Krakau eröffnen Martin Schindler und Boris Krčmar. Schindler hat bereits drei Titel auf der European Tour gesammelt, zuletzt triumphierte er im vergangenen Jahr bei den Austrian Darts Open. „The Wall“ rangiert aktuell unter den Top-16 der Weltrangliste und führt damit das deutsche Ranking an.
Trotzdem wird Schindler seinen kroatischen Kontrahenten keineswegs unterschätzen – auch wenn Krčmar derzeit keine PDC Tour Card besitzt. Der Kroate zeigte bereits in Runde eins eindrucksvoll sein Potenzial und bezwang den erfahrenen Engländer Ryan Joyce mit 6:3 bei einem Average von über 100 Punkten. Dennoch geht Schindler mit einem mentalen Vorteil in dieses Match: Alle drei bisherigen direkten Duelle entschied der Deutsche für sich, auch wenn das letzte Aufeinandertreffen bereits aus dem Jahr 2023 stammt.

Chris Dobey vs. Connor Scutt

Im Anschluss betritt Chris Dobey die Bühne. „Hollywood“ präsentierte sich erst unter der Woche in bestechender Form, als er das dritte Players-Championship-Turnier des Jahres gewann. Im Finale ließ Dobey keinerlei Zweifel aufkommen und fertigte seinen Landsmann Stephen Bunting mit 8:1 ab. Für Dobey war es bereits der neunte Players-Championship-Titel seiner Karriere.
Auffällig bleibt jedoch: Ein Triumph auf der European Tour fehlt ihm bislang. Seine beste Platzierung datiert aus dem Jahr 2019, als er das Finale der Dutch Darts Open verlor.
In Krakau trifft Dobey auf Connor Scutt. Der 29-jährige Engländer setzte sich in der Auftaktrunde mit einem starkem Auftritt 6:4 gegen Damon Heta durch. Scutt ließ sein Talent in der Vergangenheit immer wieder aufblitzen, kämpft jedoch mit Inkonstanz und großen Leistungsschwankungen. Die bisherigen drei direkten Duelle sprechen mit 2:1 für Dobey – allerdings entschied Scutt das letzte Aufeinandertreffen im vergangenen Jahr für sich.

Nathan Aspinall vs. Darryl Pilgrim

Mit Nathan Aspinall und Darryl Pilgrim stehen anschließend zwei weitere Engländer am Oche. „The Asp“ benötigt kaum eine Einführung. Der an Position zwölf gesetzte Spieler aus Stockport gewann im vergangenen Jahr gleich drei European-Tour-Turniere und will 2026 an diese Leistungen anknüpfen. Nachdem Aspinall keinen Platz in der Premier League Darts erhielt, geht er zusätzlich motiviert ins Turnier – mit dem klaren Ziel, den PDC-Verantwortlichen seine Klasse erneut zu beweisen.
Zum Auftakt bekommt es Aspinall mit Pilgrim zu tun, der sich Anfang vergangenen Jahres seine PDC Tour Card sicherte und mittlerweile auf Rang 74 der Weltrangliste steht. Pilgrim setzte sich in Runde eins mit 6:4 gegen den routinierten Dave Chisnall durch, wird sein Niveau jedoch steigern müssen, um Aspinall ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Für beide ist es das erste direkte Duell.

Danny Noppert vs. Jermaine Wattimena

Im weiteren Verlauf der Nachmittagssession kommt es zum rein niederländischen Duell zwischen Danny Noppert und Jermaine Wattimena. Noppert geht nach einem besonders starken Jahr 2025 als Nummer zehn der Setzliste ins Turnier. „The Freeze“ sammelte im Laufe seiner Karriere bereits fünf Titel auf der Players-Championship-Tour, wartet jedoch weiterhin auf seinen ersten Triumph auf der European Tour.
Bei den Poland Darts Open muss er zunächst an Wattimena vorbei, der ebenfalls ein starkes Jahr hinter sich hat. „The Machine Gun“ sicherte sich im vergangenen Jahr zwei Players-Championship-Erfolge, wartet aber – genau wie Noppert – noch auf seinen Premierensieg auf der European Tour. Der direkte Vergleich steht aktuell bei 5:5, womit dieses Aufeinandertreffen beste Voraussetzungen für ein echtes Thriller-Match bietet.

Gary Anderson vs. Wessel Nijman

Anschließend greift Wessel Nijman ins Geschehen ein. Der 25-Jährige startete mit dem Titel bei Players Championship 2 hervorragend in die neue Saison. Nijman entwickelte sich in den vergangenen Monaten zu einem der konstantesten Akteure auf der Pro Tour, will diese Leistungen nun aber auch auf die TV-Bühne übertragen, wo es bislang deutlich holpriger lief. In seiner Auftaktpartie erreichte er zwar nicht sein Topniveau, setzte sich aber dennoch recht souverän gegen den Engländer Thomas Lovely durch.
Gegen Anderson wird Nijman voraussichtlich eine Leistungssteigerung benötigen. Der 55-jährige Schotte bleibt in Bestform ein absoluter Topspieler. Bei der letzten Darts WM erreichte Anderson noch das Halbfinale, im vergangenen Jahr gewann er zudem den European Darts Grand Prix. Bei den Poland Darts Open geht Anderson als sechstgesetzter Spieler an den Start. Dennoch hält Nijman ein Ass im Ärmel: In bislang drei direkten Duellen behielt er jedes Mal die Oberhand.

James Wade vs. Cameron Menzies

Auch James Wade durfte in dieser Saison bereits jubeln – er gewann gleich das erste Players-Championship-Turnier des Jahres. Mit 42 Jahren und nach mehr als zwei Jahrzehnten an der Spitze des Sports mischt Wade weiterhin ganz vorne mit. Im vergangenen Jahr erreichte er sogar bei zwei Major-Turnieren das Finale. Umso größer war seine Enttäuschung, als er keinen Platz in der Premier League Darts erhielt. Angetrieben vom Wunsch nach Revanche gilt Wade aktuell als besonders gefährlich.
Zum Auftakt der Poland Darts Open bekommt es Wade mit Cameron Menzies zu tun. Der 36-jährige Schotte sorgte bei der vergangenen Darts WM für negative Schlagzeilen, als er nach seiner 3:2-Erstrundenniederlage gegen Charlie Manby seinen Tisch zerlegte. Menzies erklärte zuletzt, dass er in Teilen seiner Finger noch immer kein Gefühl verspürt. Insgesamt trafen Wade und Menzies bereits zwölfmal aufeinander – der direkte Vergleich ist mit 6:6 vollkommen ausgeglichen.

Ross Smith vs. Daryl Gurney

Das vorletzte Match der Nachmittagssession bestreiten Ross Smith und Daryl Gurney. Smith geht als Nummer 16 der Setzliste ins Turnier. „Smudger“ hat in seiner Karriere bereits ein Major sowie mehrere Players-Championship-Titel gewonnen, wartet jedoch weiterhin auf seinen ersten Erfolg auf der European Tour.
Zum Auftakt bekommt es Smith mit Gurney zu tun, der in Runde eins den polnischen Qualifikanten Dawid Robak klar mit 6:1 bezwang. Für Schlagzeilen sorgte Gurney im vergangenen Jahr vor allem durch seinen Triumph beim World Cup of Darts an der Seite von Josh Rock. Dieser Erfolg verlieh seiner Karriere neuen Schwung – seither präsentiert sich „Superchin“ in starker Form. In den bisherigen direkten Duellen schenkten sich beide wenig, aktuell führt Gurney mit 7:3.

Ryan Searle vs. Cristo Reyes

Den Schlusspunkt der Nachmittagssession in Krakau setzen Ryan Searle und Cristo Reyes. Searle sorgte zu Beginn dieses Jahres mit dem Einzug ins Halbfinale der Darts WM für Aufsehen und startet hier als Nummer acht der Setzliste.
Allerdings meinte es die Auslosung nicht gut mit dem Engländer. Reyes kehrte zu Beginn dieser Saison nach mehreren Jahren Pause als Inhaber einer PDC Tour Card zurück und zeigte bei den jüngsten Players-Championship-Turnieren sofort sein Potenzial. Der Spanier spielte reihenweise hohe Averages und qualifizierte sich bereits für mehrere Events der European Tour. Dennoch geht Searle mit einem mentalen Vorteil in dieses Duell: Vor zwei Wochen setzte er sich auf der Players-Championship-Tour mit 6:4 gegen Reyes durch.
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